Stefan SchweizerAUTOR · BÜCHER · PERSPEKTIVEN
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Perspektiven

Genug ist eine Entscheidung.

Dein Warenkorb weiß, was als Nächstes fehlt. Weißt du auch, was schon reicht?

Stefan Schweizer · Kurz gelesen

Das nächste Versprechen

Die neue Jacke verspricht einen anderen Auftritt. Das neue Handy einen leichteren Alltag. Manchmal stimmt das sogar. Dinge können nützlich sein, schön und lange Freude machen. Interessant wird es dort, wo ein Gegenstand eine Aufgabe übernehmen soll, für die er kaum geeignet ist: aus einem unruhigen Tag ein gutes Leben zu machen.

Vor dem Kauf ist diese Möglichkeit noch offen. Danach bleibt ein Gegenstand. Und schon gibt es etwas anderes, das die Lücke angeblich besser schließen könnte.

Die kleine Pause dazwischen

Zwischen dem Wunsch und dem Kauf liegt ein Moment, den wir leicht überspringen. Er lässt sich zurückholen. Mit einer Frage: Was genau soll sich verändern, wenn ich das besitze?

Eine konkrete Antwort hilft. Die alten Schuhe sind undicht. Der Stuhl tut weh. Das Buch interessiert mich. Schwieriger wird es bei Antworten wie: Dann fühle ich mich endlich angekommen. Vielleicht verdient dieses Gefühl mehr Aufmerksamkeit als das Produkt.

Behalten kann eine aktive Wahl sein

Etwas weiterzuverwenden wirkt unspektakulär. Es braucht keine Ankündigung und kein neues Foto. Trotzdem steckt darin eine Entscheidung: Ich kenne dieses Ding. Es erfüllt seinen Zweck. Es darf bleiben.

Such dir heute einen Gegenstand aus, den du zuletzt ersetzen wolltest. Was funktioniert noch gut? Was ließe sich reparieren? Und was würdest du vermissen, wenn du ihn einfach weiterbenutzt? Vielleicht brauchst du etwas Neues. Vielleicht hast du bereits genug.

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